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Ja, natürlich kann man das. Ich war letztes Jahr dort und habe die Karte ein paar Tage vor der Reise über die offizielle Webseite der venezianischen Museen gekauft. Das ist praktisch, weil vor Ort riesige Schlangen stehen, besonders morgens, wenn alle Reisegruppen gleichzeitig ankommen.
Der Dogenpalast ist fast täglich geöffnet, außer an großen Feiertagen. Das Ticket kostete mich ungefähr 30 Euro, aber es war ein Kombiticket und beinhaltete noch mehrere Museen am Markusplatz. Drinnen siehst du Säle mit Gemälden von Tintoretto, spazierst die Goldene Treppe hinauf, gehst über die Seufzerbrücke und schaust sogar in die alten Gefängnisse. Ich habe dort drei Stunden verbracht, obwohl ich maximal eine Stunde eingeplant hatte.
Ich würde empfehlen, einen Audioguide zu nehmen oder sich einer Führung anzuschließen, denn ohne Erklärungen läuft man an vielem einfach vorbei. Fotografieren kann man fast überall, nur ohne Blitz. Komm besser gegen Mittag oder nach drei Uhr, dann ist weniger los.
Wie viele Stunden sollte man für den Besuch des Dogenpalastes in Venedig einplanen? Meine Freundin und ich möchten alles aufmerksam ansehen, die Schilder lesen und Fotos machen. Reichen drei Stunden oder ist das zu wenig für so einen Ort?
Christa
Ich bin für drei Tage nach Venedig gefahren und der Dogenpalast stand ganz oben auf meiner Liste. Habe das Ticket eine Woche vorher online gekauft und mir eine bestimmte Einlasszeit ausgesucht. Das hat wirklich geholfen, denn als ich um zehn Uhr morgens zum Eingang kam, stand dort schon eine Schlange von gefühlt fünfzig Metern. Ich bin einfach durch einen separaten Korridor für Leute mit Reservierung durchgegangen.
Der Palast hat im Sommer von neun bis sieben Uhr abends geöffnet, im Winter sind die Öffnungszeiten etwas kürzer. Drinnen herrscht eine unglaubliche Atmosphäre, riesige Säle, die Decken mit Gold und Fresken bemalt. Besonders beeindruckt hat mich die Sala del Maggior Consiglio mit dem Tintoretto-Gemälde über die ganze Wand. Und ich erinnere mich noch an den Durchgang über die Seufzerbrücke, von wo die Verurteilten zum letzten Mal auf Venedig blickten.
Als ich meine Reise geplant habe, stellte sich heraus, dass man im Dogenpalast nicht nur die Standardbesichtigung machen kann. Es gibt eine separate Tour namens Secret Itineraries, die man extra buchen muss und die nur ein paar Mal am Tag stattfindet. Ich habe mich für die englische Version um halb zwölf angemeldet.
Der Guide führte uns durch verborgene Gänge, zeigte uns Räume, in denen der Geheimdienst der Venezianischen Republik arbeitete, Verhörzellen und sogar den Dachboden über den Sälen. Dort sind noch die Holzbalken aus dem fünfzehnten Jahrhundert erhalten. Die Gruppe war klein, etwa zwölf Leute, sodass man alles in Ruhe ansehen und Fragen stellen konnte. Mit dem normalen Ticket kommt man da nicht rein, also wenn dich mehr als nur die Prunkräume interessieren, such genau nach dieser Variante.
Ich stand um acht Uhr morgens vor dem Dogenpalast, obwohl er erst um neun öffnete. Dachte, ich wäre die Erste, aber es waren schon zwanzig Leute da. Als die Türen aufgingen, bewegte sich die Schlange nur langsam durch den Haupteingang von der Piazzetta aus. Ein Wachmann riet mir, beim nächsten Mal über den Eingang bei der Porta della Carta zu gehen, dort sei weniger Andrang.
Drinnen habe ich mich an den Pfeilen orientiert, die Route ist so durchdacht, dass man alle Hauptsäle im Kreis durchläuft. Zuerst steigt man die Treppen hinauf, dann durch die Gerichtssäle, dann die Gemächer des Dogen, und am Ende geht man durch die Gefängnisse hinunter. Insgesamt habe ich etwa zwei Stunden gebraucht, wobei ich nicht lange bei jedem Gemälde verweilt habe. Hätte ich alle Beschreibungen gelesen, hätte ich doppelt so viel Zeit gebraucht.
Ich bin im August nach Venedig gefahren, als es dort brütend heiß war und die Touristen sich wie auf einem Jahrmarkt drängten. Alle Reiseführer empfahlen, morgens zum Dogenpalast zu kommen, aber ich habe mich für das Gegenteil entschieden. Bin um sechs Uhr abends hingegangen, eine Stunde vor Schließung. Die Kassen verkauften noch Tickets, und drinnen war es erstaunlich leer.
Die meisten Säle habe ich fast für mich allein gehabt, nur ab und zu sind mir Touristenpärchen begegnet. Das Licht war schon weicher, die Sonne schien durch die Fenster in einem Winkel und schuf eine Atmosphäre, als würde der Palast zum Leben erwachen. Eine Stunde hat gereicht, um die Hauptroute in Ruhe durchzugehen. Der einzige Nachteil – einige Säle begannen schon zu schließen, sodass ich einen Teil der Ausstellung nicht mehr gesehen habe. Aber insgesamt war der Eindruck besser, als wenn ich mich in der Menge hätte durchdrängeln müssen.
Ich habe das Ticket direkt an der Kasse des Dogenpalastes gekauft und mir wurden mehrere Varianten angeboten. Der separate Eintritt kostete 25 Euro, und der Museum Pass für 40 Euro gab zusätzlich Zugang zum Museo Correr, der Biblioteca Marciana und dem Archäologischen Museum am selben Platz. Ich habe das Kombiticket genommen, weil ich sowieso mindestens noch ein Museum besuchen wollte.
Es stellte sich heraus, dass dieses Ticket drei Monate gültig ist, man muss also nicht alles an einem Tag schaffen. Den Dogenpalast habe ich am ersten Tag besichtigt, und ins Museo Correr bin ich am nächsten Morgen gegangen. Dort gibt es übrigens auch eine interessante Sammlung zur Geschichte Venedigs und weniger Leute. Wenn dich nicht nur der Palast interessiert, sondern auch die Kultur der Stadt insgesamt, dann spart diese Variante Geld und Zeit in den Schlangen.
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