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Guten Tag! Mein Name ist Friedrich, ich bin Ökologe aus Freiburg und spezialisiere mich auf mediterrane Ökosysteme. Italien interessiert mich in erster Linie als Land von außergewöhnlicher Naturvielfalt – von alpinen Gletschern bis zu trockenen Vulkanplateaus, von den Buchenwäldern der Apenninen bis zu den Marien Sardiniens. In zwanzig Jahren Expeditionsarbeit habe ich die Naturschutzgebiete und Nationalparks des Landes so bereist, wie das die wenigsten in einem Leben schaffen dürften.
Mit Vladislav und Julia lernte ich mich 2015 im Nationalpark Sila in Kalabrien kennen – einem der am wenigsten besuchten und aus biologischer Sicht interessantesten Orte Italiens. Sie arbeiteten an einem Artikel über Ökotourismus im Süden des Landes und waren an jenem Tag die einzigen Menschen außer mir, die überhaupt bis in diesen Park vorgedrungen waren. Unser Gespräch über die Natur Kalabriens zog sich unerwartet bis zum Abend hin. Als sie von meiner Arbeit und meinen Kenntnissen der italienischen Naturgebiete erfuhren, schlugen sie mir vor, ihre Artikel mit ökologischen und naturkundlichen Kommentaren zu ergänzen.
Meine berufliche Tätigkeit hat mir ermöglicht, Italien durch die Brille der Biogeographie zu sehen – als ein Land, das auf vergleichsweise kleiner Fläche eine erstaunliche Vielfalt an Landschaften, Klimazonen und Arten versammelt. Ich weiß, wo in der Toskana Relikthaine wachsen, in welchen Monaten das Macchia auf Sizilien blüht, wo man in den Apenninen dem Wolf begegnen kann und auf welchen Inseln bedrohte Vogelarten noch überleben.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit sind die italienischen Nationalparks und Naturreservate. Ich habe fast alle bereist – vom Gran Paradiso im Norden bis zum Aspromonte im äußersten Süden. Ich kenne die besten Routen, die optimalen Jahreszeiten für einen Besuch, die tatsächlichen Bedingungen auf den Wanderwegen – nicht nach Angaben auf Websites, sondern aus eigener Erfahrung.
Die vulkanische Topographie Italiens ist eine eigene Leidenschaft von mir. Ätna, Stromboli, Vulcano, Vesuv, die Phlegräischen Felder – jeden aktiven Vulkan des Landes habe ich mehrfach und unter verschiedenen Bedingungen besucht. Ich kann erklären, wie vulkanische Aktivität die Landschaft formt und sogar die Regionalküche beeinflusst: Vulkanböden verleihen Weinen und Lebensmitteln ein unverwechselbares Geschmacksprofil.
Ich beschäftige mich viel mit Ökotourismus und nachhaltigem Naturerlebnis. Ich kann erklären, wie man sensible Naturgebiete besucht, ohne ihnen zu schaden, welche Verhaltensregeln in den italienischen Nationalparks gelten, und wie man Routen plant, die wirklichen Kontakt mit der Natur ermöglichen.
In meinen Kommentaren versuche ich, das Italien zu vermitteln, das man vom Ausflugsbus aus nicht sieht: ein Land der Naturschutzgebiete, stiller Küstenpfade, Hochgebirgswiesen und vulkanischer Küsten. Meine Beobachtungen sind vor allem für Naturfreunde, aktive Reisende und alle nützlich, die über die touristischen Zentren hinausgehen wollen.