Über den Autor Hans Koch - ein Mann aus Stuttgart, der seit der Rente durch Italien reist, in allen zwanzig Regionen war und überall ausführliche Notizen mitgebracht hat

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Hallo zusammen! Ich bin Hans, pensionierter Bauingenieur aus Stuttgart, und seit zwölf Jahren ist Italien mein wichtigstes Hobby und mein wichtigster Anlaufpunkt. Als ich in Rente ging, habe ich mir vorgenommen, endlich das nachzuholen, wozu früher nie die Zeit war: das Land in Ruhe zu bereisen und jede Region wirklich ernsthaft kennenzulernen.

Vladislav und Julia lernte ich 2016 in Maratea kennen – einem kleinen Städtchen an der kalabresischen Küste, das kaum je in Touristenrouten auftaucht. Wir waren morgens früh die einzigen Ausländer in der lokalen Bar. Wir kamen ins Gespräch – erst über diesen Ort, dann darüber, wie man solche Orte überhaupt findet. Als sie hörten, dass ich schon ganz Italien bereist habe und überall ausführliche Notizen führe, schlugen sie vor, diese in Kommentaren zu teilen.

In zwölf Jahren war ich in allen zwanzig Regionen des Landes, die meisten davon mehrmals und zu verschiedenen Jahreszeiten. Ich fahre selbstständig, mit dem Auto, ohne Reiseveranstalter – das gibt echte Freiheit. Ich kann drei Tage in einem Dorf bleiben, weil es mir dort gefällt, oder von der Hauptstraße abbiegen, weil ich in der Ferne einen interessanten Turm gesehen habe. So findet man Sachen, die man sonst nie findet.

Meine Ausbildung als Ingenieur lässt mich Italien anders sehen als die meisten Touristen. Ich erkenne, wie ein Aquädukt konstruiert ist, verstehe, warum die mittelalterlichen Stadtmauern von Lucca besser erhalten sind als die meisten Befestigungsanlagen Europas, und kann die technische Meisterleistung einschätzen, die hinter dem visuellen Glanz der römischen Thermen steckt. Italien ist nicht nur schön – es ist auch das Ergebnis von Ingenieurgeist, der sich über Jahrtausende angesammelt hat.

Besonders liebe ich die kleinen italienischen Städtchen – die Borghi, die abseits der Touristenwege liegen. Ich kenne Dutzende von Orten, zu denen organisierte Gruppen selten vordringen: Bergdörfer der Abruzzen, abgelegene Winkel der Basilikata, kleine Inseln vor den Küsten Sardiniens. Genau dort bleibt Italien es selbst – ungeschminkt und echt.

Ich reise viel in der Nebensaison und kenne das Land außerhalb des Touristenrummels gut. Ich weiß, wann in den Dolomiten das Licht für Wanderungen am schönsten ist, in welchem Monat die Toskana genau so aussieht wie auf den Postkarten und wann auf Sizilien die Mandelbäume blühen.

In meinen Kommentaren teile ich die praktischen Beobachtungen eines Mannes, der nach Italien nicht fährt, um Häkchen auf einer Liste zu setzen, sondern um zu verstehen. Meine Tipps sind vor allem für diejenigen nützlich, die selbstständig reisen und ihr eigenes Italien finden wollen – nicht das aus dem Prospekt.

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