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Ja, im Dogenpalast kann man sich einen Audioguide ausleihen. Ich habe mir letztes Jahr im April einen genommen, als ich am Eingang in der Schlange stand. Der Audioguide ist in mehreren Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch und Englisch. Die Kosten lagen bei etwa 5 Euro, wenn ich mich richtig erinnere.
Der Audioguide hilft wirklich dabei zu verstehen, was man in diesen riesigen Sälen eigentlich sieht. Ohne ihn wäre ich einfach an den Gemälden und Interieurs vorbeigelaufen, ohne ihre Bedeutung zu verstehen. Besonders gilt das für den Saal des Großen Rates und die Gemächer des Dogen. Dort gibt es so viele Details, dass man unmöglich alles auf eigene Faust erfassen kann.
Das Einzige, was mich etwas genervt hat – das Gerät war ziemlich schwer und das Kabel von den Kopfhörern hat sich ständig verheddert. Aber insgesamt sind die Informationen interessant aufbereitet, ohne überflüssiges Pathos. Es wird sowohl über die Architektur als auch über die politischen Intrigen erzählt, die hier stattgefunden haben. Ich würde empfehlen, den Audioguide zu nehmen, wenn man die Geschichte dieses Ortes wirklich verstehen will und nicht nur ein paar Fotos machen möchte.
Ich plane im nächsten Monat einen Besuch im Dogenpalast in Venedig und würde gerne wissen, ob dort Audioguides verfügbar sind. Falls ja, in welchen Sprachen werden sie angeboten und wie viel kosten sie ungefähr? Lohnt sich die Investition oder reicht es aus, einfach so durch die Räume zu gehen? Ich möchte die Geschichte des Palastes verstehen, bin mir aber nicht sicher, welche Option am besten ist.
Stefan
Den Audioguide gibt es dort, aber ich habe mich für eine Führung mit einem Guide entschieden. Habe sie auf Spanisch genommen, da ich die Sprache fließend beherrsche. Der Guide hat über Geheimgänge und darüber erzählt, wie der venezianische Geheimdienst funktioniert hat. Das war so faszinierend, dass ich es sogar bereut habe, keinen Notizblock mitgenommen zu haben. Der Audioguide liefert natürlich Basisinformationen, aber ein echter Guide kann Fragen beantworten und Details zeigen, die man leicht übersehen würde.
Als wir zum Beispiel vor der Bocca di Leone standen, hat der Guide erklärt, wie genau das System der anonymen Denunziation in Venedig funktionierte. Das sind diese steinernen Löwenmäuler, in die man Zettel einwerfen konnte. Der Audioguide erzählt auch davon, aber ohne Emotionen und Kontext. Wenn das Budget es zulässt, besser noch etwas Geld drauflegen und eine Führung nehmen. Sie kostet etwa 30-40 Euro, je nach Gruppe.
Der Audioguide funktioniert über Nummern. Man geht zu einem Exponat, schaut sich die Nummer an, gibt sie auf dem Gerät ein und hört zu. Ich war im Mai letzten Jahres mit meinem Mann dort, wir haben uns zwei Audioguides genommen. Die Nummern sind manchmal schwer zu erkennen, besonders in den dunkleren Sälen. Man musste schon genau hinschauen.
Mir hat gefallen, dass man in seinem eigenen Tempo hören kann. Manche hetzen in einer Stunde durch die Säle, wir haben dort fast drei Stunden verbracht. Haben uns fast jeden Beitrag angehört, die Decken und Fresken angeschaut. Die Batterie des Geräts hält gut, ist die ganze Zeit über nicht leer geworden. Den Audioguide muss man an derselben Stelle zurückgeben, wo man ihn abgeholt hat. Die Schlange bei der Rückgabe war kürzer als bei der Ausgabe.
Ein Hinweis: Wenn man zu Stoßzeiten kommt, kann es sogar für den Audioguide eine Warteschlange geben. Wir sind um neun Uhr morgens gekommen, als der Palast gerade öffnete, deshalb gab es keine Probleme.
Ich habe mir keinen Audioguide genommen, als ich im Mai dort war. Habe mich entschieden, einfach nur herumzulaufen und zu schauen. Letztendlich habe ich diese Entscheidung bereut. Der Palast ist riesig, die Architektur beeindruckend, aber ohne Erklärungen bleibt vieles unverständlich. Ich stand zum Beispiel lange vor einer der Decken in der Sala del Maggior Consiglio und habe versucht zu verstehen, was dort gemalt ist. Später habe ich im Reiseführer gelesen, dass es eine Allegorie der venezianischen Gerechtigkeit ist.
Auch die Gefängniszellen haben mehr Fragen als Antworten hinterlassen. Die Seufzerbrücke sieht romantisch aus, aber warum sie so heißt, habe ich erst zu Hause aus dem Internet erfahren. Hätte ich mir den Audioguide genommen, hätte ich viel mehr von dem Besuch gehabt. Habe zwar fünf Euro gespart, aber die Hälfte der Eindrücke verloren.
Der Audioguide ist auf Deutsch verfügbar, was für mich wichtig war. Englisch verstehe ich zwar, aber komplizierte historische Begriffe nimmt man in der Muttersprache besser auf. Als ich zum Schalter kam, hat die Mitarbeiterin sofort gefragt, in welcher Sprache ich ihn brauche. Neben Deutsch und Englisch gab es noch Französisch, Spanisch und Italienisch. Vielleicht gibt es noch andere, aber die habe ich mir nicht genau gemerkt.
Die Stimme in der Aufnahme ist angenehm, ohne Monotonie. Die Dauer der einzelnen Beiträge ist unterschiedlich: manche dauern dreißig Sekunden, andere zwei bis drei Minuten. Insgesamt deckt der Audioguide die Hauptsäle und die wichtigsten Exponate ab. Kleinere Details lässt er aus, aber das ist normal, sonst würde sich die Besichtigung über einen ganzen Tag erstrecken.
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