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Ich habe beim letzten Mal zehn Euro für eine vierzigsminütige Fahrt gegeben, der Gondoliere hat sich sehr gefreut. Grundsätzlich ist Trinkgeld nicht verpflichtend, aber wenn es euch gefallen hat, sind fünf bis zehn Euro durchaus angemessen. Manche Touristen geben sogar fünfzehn, wenn der Gondoliere interessante Geschichten erzählt oder eine besondere Route gefahren ist.
Bedenkt, dass die Fahrt selbst schon teuer ist, also wird sich niemand beleidigt fühlen, wenn ihr nichts drauflegt. Mir ist aufgefallen, dass die Einheimischen in Venedig selbst kaum Gondeln nutzen, das ist eher ein touristisches Vergnügen. Als wir durch die Kanäle gefahren sind, hat unser Gondoliere vom täglichen Leben auf dem Wasser erzählt und versteckte Ecken gezeigt, die man vom Ufer aus nicht sieht. Dafür habe ich gerne etwas extra dagelassen, weil ich wirklich dankbar für das Erlebnis war.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Empfohlen – Entdecken Sie alle verfügbaren Gondelfahrten in Venedig mit der Möglichkeit zur Vorabreservierung: morgens (bis 12:00 Uhr) ab 36 Euro; nachmittags (nach 12:00 Uhr) ab 36 Euro; abends (nach 17:00 Uhr).
Es lohnt sich auch, die ausführlichen Artikel auf unserer Website zu lesen: Gondelfahrt Venedig: Lohnt es sich? (alles über Preise, die beliebtesten Routen und praktische Tipps für Touristen); Mestre, Venedig: Lohnt es sich? (ein ausführlicher Reiseführer durch den Stadtteil Venedigs mit Parks, Kirchen, Restaurants und praktischen Tipps für Touristen).
Wie viel Trinkgeld sollte man dem Gondoliere geben, wenn man sich für die Fahrt bedanken möchte? Ein Prozentsatz vom Preis oder ein fester Betrag? Und ist das verpflichtend oder kann man sich auch einfach mit einem Dankeschön verabschieden?
Uwe
Letztes Jahr im Juni bin ich mit einer Freundin Gondel gefahren, wir haben achtzig Euro für dreißig Minuten bezahlt. Der Gondoliere war freundlich, hat aber nicht besonders viel erzählt, sondern einfach die Standardroute gefahren. Ich habe fünf Euro dagelassen, das erschien mir fair. Wäre er kommunikativer gewesen oder hätte etwas Ungewöhnliches gezeigt, hätte ich mehr gegeben.
Manche Gondolieri singen während der Fahrt oder spielen Instrumente, dann kann das Trinkgeld höher ausfallen. Ich habe von anderen Touristen gehört, dass sie bis zu zwanzig Euro für eine wirklich besondere Fahrt mit Gesang gegeben haben. Im Allgemeinen solltet ihr euch nach eurem Gefühl nach der Fahrt richten, niemand zwingt euch, mehr zu zahlen, als ihr für angemessen haltet.
Ich runde immer auf oder gebe etwa zehn Prozent vom Fahrpreis. Wenn die Gondel achtzig Euro gekostet hat, lasse ich acht bis zehn drauf. So machen es die meisten amerikanischen Touristen, mit denen ich am Ufer bei der Rialtobrücke gesprochen habe.
Der Gondoliere, der mich im Mai gefahren hat, erzählte mir, dass Trinkgeld nicht im Preis enthalten ist, er sich aber immer freut, wenn er welches bekommt. Venedig ist teuer zum Leben, daher zählt jede zusätzliche Münze für die Einheimischen. Ich sehe es nicht als Pflicht, aber wenn ihr die Möglichkeit habt und zufrieden seid, warum sollte man sich nicht bei jemandem für die Arbeit bedanken?
Ich habe einmal den Fehler gemacht, das Geld zu Beginn der Fahrt zu geben. Der Gondoliere wurde sofort weniger aufmerksam, hat die Route um etwa zehn Minuten verkürzt und kaum noch geredet. Jetzt warte ich immer bis zum Ende der Fahrt, schaue mir an, wie alles gelaufen ist, und entscheide dann erst.
Normalerweise gebe ich fünf bis zehn Euro, je nachdem wie interessant die Fahrt war. Wenn der Gondoliere professionell ist, über die Geschichte der Paläste erzählt, an denen wir vorbeifahren, architektonische Details zeigt, kann ich auch fünfzehn geben. Aber wenn er einfach schweigend das Boot von Punkt A nach Punkt B steuert, lasse ich nichts da. Venedig ist sowieso schon sehr teuer, deshalb schäme ich mich nicht, nur für echte Qualität zu zahlen.
Als ich letzten Monat Gondel gefahren bin, habe ich überhaupt kein Trinkgeld gegeben. Die Fahrt kostete hundert Euro für eine Stunde, das war bereits eine runde Summe, die ich bar bezahlt habe. Der Gondoliere bedankte sich, half mir aus dem Boot und das war’s, keine unangenehmen Pausen oder Andeutungen.
Ich hatte vor der Fahrt extra in Foren gelesen, dass Trinkgeld in Venedig keine Tradition ist wie in manchen anderen Ländern. Die Venezianer verstehen, dass Touristen bereits viel Geld für die Dienstleistung selbst ausgeben. Wenn ihr euch bedanken möchtet, könnt ihr aufrunden oder ein paar Euro dazugeben, aber niemand wird beleidigt sein, wenn ihr es nicht tut. Wichtig ist, den Preis vorher zu vereinbaren, damit es hinterher keine Missverständnisse gibt.
Wir haben eine Gondel für sechs Personen bestellt, das war während einer abendlichen Fahrt mit Laternen. Die Fahrt dauerte fast eine Stunde, der Gondoliere hat sich sehr bemüht, Legenden über Geister in alten Palazzi erzählt und sogar ein paar Lieder gesungen. Wir haben zusammengelegt und ihm fünfundzwanzig Euro Trinkgeld gegeben, weil alle begeistert waren.
Wenn ihr alleine oder zu zweit fahrt, reichen fünf bis zehn Euro. Bei einer größeren Gruppe, wenn alle zufrieden sind, kann man etwas mehr geben und den Betrag unter allen Passagieren aufteilen. Mir ist aufgefallen, dass Gondolieri warme Worte und aufrichtige Dankbarkeit manchmal sogar mehr schätzen als das Geld selbst, obwohl Geld in so einer teuren Stadt natürlich auch nie schadet.
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