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Ich habe letztes Jahr im Juni eine private Gondel für zwei Personen gebucht und 80 Euro für die Standardroute von vierzig Minuten bezahlt. Das ist der offizielle Tarif, den die Stadtverwaltung festlegt, daher dürfen die Gondolieri nicht weniger verlangen. Wenn du die Fahrt verlängern möchtest, kosten jede weiteren zwanzig Minuten nochmal 40 Euro.
Abends nach sieben Uhr schnellt der Preis auf 100 Euro für dieselbe vierzigminütige Fahrt hoch. Ich dachte zuerst, das wäre eine Unverschämtheit, aber als ich Venedig im Abendlicht vom Wasser aus sah, verstand ich, warum die Leute das bezahlen. Eine Gondel fasst bis zu sechs Personen, wenn ihr also in einer Gruppe unterwegs seid, könnt ihr den Betrag teilen und es wird durchaus erschwinglich.
Nur eine Warnung: Wenn der Gondoliere anbietet, während der Fahrt zu singen, kostet das extra. Mir wurde es für zusätzliche 30 Euro angeboten, aber ich habe abgelehnt, weil ich einfach nur Ruhe und Stille zwischen den Kanälen wollte.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Empfohlen – Entdecken Sie alle verfügbaren Gondelfahrten in Venedig mit der Möglichkeit zur Vorabreservierung: morgens (bis 12:00 Uhr) ab 36 Euro; nachmittags (nach 12:00 Uhr) ab 36 Euro; abends (nach 17:00 Uhr).
Es lohnt sich auch, die ausführlichen Artikel auf unserer Website zu lesen: Gondelfahrt Venedig: Lohnt es sich? (alles über Preise, die beliebtesten Routen und praktische Tipps für Touristen); Mestre, Venedig: Lohnt es sich? (ein ausführlicher Reiseführer durch den Stadtteil Venedigs mit Parks, Kirchen, Restaurants und praktischen Tipps für Touristen).
Was kostet es, eine Gondel nur für sich selbst zu mieten? Ich meine eine private Fahrt, ohne dass Fremde dazugesetzt werden. Oder fährt man dort immer nur gruppenweise und das Konzept „private Gondel“ existiert gar nicht?
Stefan
Als ich im Mai eine Gondel buchte, erklärte man mir, dass der offizielle Tarif von 80 Euro von acht Uhr morgens bis sieben Uhr abends gilt. Danach automatisch 100 Euro, unabhängig davon, wie viele Leute in der Gondel sitzen. Ich fuhr alleine und hatte zunächst Angst vor dem Preis, aber der Gondoliere sagte, ich könnte mich über eine Agentur zu anderen Touristen gesellen für weniger Geld.
Trotzdem nahm ich eine private, weil ich eine bestimmte Route durch die ruhigen Kanäle abseits von Rialto fahren wollte. Die längere Fahrt von etwas über einer Stunde kostete mich 120 Euro, weil ich für die zusätzlichen zwanzig Minuten nachzahlen musste. Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine einzige Minute bereut, obwohl es für mein Budget ziemlich viel war.
Ich habe versucht, am Bahnhof Santa Lucia zu handeln, wo die Gondeln stehen, aber die Gondolieri zeigten mir sofort die offizielle Preisliste. Achtzig Euro für eine Tagesfahrt, und keinen Cent weniger. Ein Mann erklärte mir, dass ihre Vereinigung die Preise streng kontrolliert, um Konkurrenz untereinander zu vermeiden.
Dafür gab er mir einen Spartipp: Eine Gondel für sechs Personen nehmen statt zwei für je drei. Das haben wir dann so gemacht, auch wenn es etwas eng war. Es kam auf etwas mehr als dreizehn Euro pro Person, was deutlich angenehmer ist als der volle Betrag. Man muss nur vorher Mitfahrer suchen oder sich vor Ort mit anderen Touristen einigen, die auch eine Fahrt machen wollen.
Ich bin um halb acht morgens zu den Gondeln gegangen, als Venedig noch schlief. Der Gondoliere stimmte zu, mich für 80 Euro zu fahren, obwohl der Arbeitstag offiziell erst um acht beginnt. Wahrscheinlich war es für ihn vorteilhaft, die ersten Kunden des Tages zu bekommen, weil sonst überhaupt keine Touristen in der Nähe waren. Wir fuhren durch fast leere Kanäle, es herrschte eine unglaubliche Stille, nur das Wasser plätscherte gegen die Hauswände.
Die Route dauerte etwa fünfundvierzig Minuten, obwohl ich für vierzig bezahlt hatte. Der Gondoliere war gesprächig, erzählte von alten Palästen und zeigte versteckte Ecken der Stadt. Ich würde allen empfehlen, gerade morgens zu fahren, nicht nur wegen eines möglichen Rabatts, sondern auch wegen der Atmosphäre. Später verstopfen sich die Kanäle so mit Gondeln, dass man im Stau auf dem Wasser steht.
Ich wollte unbedingt, dass der Gondoliere traditionelle Lieder singt, wie in den Filmen. Es stellte sich heraus, dass man für musikalische Begleitung mindestens 30 Euro zusätzlich zum Grundpreis zahlen muss. Man kann auch eine Gondel mit Musikern buchen, das kostet dann etwa 150-180 Euro für die ganze Gruppe, aber da spielen sie Akkordeon und singen professionell.
Ich nahm die normale Fahrt für 80 Euro ohne Musik. Ehrlich gesagt, mir reichte es, einfach die Stadt anzuschauen und zu hören, wie das Ruder durchs Wasser schneidet. Der Gondoliere erzählte manchmal etwas auf Italienisch, ich verstand jedes zweite Wort, aber das hatte seinen Charme. Wäre ich mit einer Freundin gefahren, hätte ich vielleicht Musik bestellt, aber alleine war es mir auch so gut.
Ich versuchte, eine Gondel über eine Touristen-Webseite von zuhause aus zu buchen, der Preis lag dort bei 110 Euro für die Standardfahrt. Als ich nach Venedig kam und direkt zum Anlegesteg ging, stellte sich heraus, dass man vor Ort für 80 Euro fahren kann. Der Aufpreis ging für die Reservierung und die garantierte Abfahrtszeit drauf.
Wenn ihr zeitlich flexibel seid und keine Angst habt, ein bisschen zu warten, ist es besser, direkt mit den Gondolieri zu verhandeln. Sie stehen an den Anlegestellen und zeigen laminierte Karten mit Routen und Preisen. Ich fuhr etwa eine Stunde mittags, als die Sonne gnadenlos brannte, aber selbst unter dem Zeltdach war es heiß. Vielleicht hätte ich doch die Abendzeit buchen sollen, auch wenn teurer.
Siehe auch weitere Antworten auf Fragen zu diesem Thema:
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