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Als ich das erste Mal nach Venedig kam, kaufte ich ein Einzelticket für das Wasserboot und merkte erst danach, wie unrentabel das war. Eine Fahrt kostete mich 9,50 Euro, und an dem Tag machte ich mindestens fünf Fahrten. Ein Tagespass hätte 25 Euro gekostet, ich zahlte also fast das Doppelte.
Der Vaporetto-Pass in Venedig funktioniert einfach: Du zahlst einen Festbetrag und kannst alle ACTV-Linien während des gewählten Zeitraums unbegrenzt nutzen. Es gibt Varianten für einen Tag, zwei, drei oder sieben Tage. Die Gültigkeit beginnt ab der ersten Entwertung, wenn du also das Ticket um sieben Uhr morgens aktiviert hast, gilt es bis sieben Uhr am nächsten Morgen.
Kaufen kann man ihn an Automaten bei den Anlegestellen oder in den Venezia Unica-Kassen. Die Automaten nehmen Karten an, spinnen aber manchmal, deshalb habe ich immer Bargeld als Reserve dabei. Der Pass deckt alle normalen Linien in der Lagune sowie die Inseln Murano, Burano und Lido ab. Nur die Direktlinie zum Flughafen muss separat bezahlt werden.
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Was ist ein Vaporetto-Pass in Venedig? Ich habe diese Art von Fahrausweis in mehreren Artikeln erwähnt gesehen, verstehe aber nicht ganz — ist das dasselbe wie eine normale Tageskarte oder eine spezielle Touristenkarte mit zusätzlichen Vorteilen?
Karl
Nach zwei Tagen in Venedig rechnete ich alle Tickets zusammen und verstand, dass sich der Pass schon nach der dritten Fahrt am Tag rentiert. Ein Einzelticket gilt nur 75 Minuten, und wenn du mehrere Inseln besuchen oder einfach zwischen Linien umsteigen willst, gibst du einen Haufen Geld aus.
Ich nahm einen Dreitagespass für 45 Euro. Am ersten Tag fuhr ich vom Bahnhof zum Markusplatz, dann nach Murano, von dort nach Burano, war auch noch auf Lido. Am zweiten Tag bin ich den Canal Grande rauf und runter gefahren, weil ich die Paläste aus verschiedenen Blickwinkeln fotografieren wollte. Am dritten Tag bewegte ich mich einfach gemütlich durch die Stadt, ging in Viertel, wo wenige Touristen sind. Hätte ich jede Fahrt einzeln bezahlt, hätte ich doppelt so viel ausgegeben.
Der Pass ist auch praktisch, weil man nicht jedes Mal einen Automaten oder eine Kasse suchen muss. Du hältst die Karte beim Einsteigen an den Entwerter und fertig. Das Einzige, woran man denken muss: unbedingt entwerten, denn die Kontrolleure prüfen wirklich, und die Strafe ist da irre hoch.
Ich hatte vier Tage in Venedig und dachte zuerst, ich nehme einen Siebentagespass, weil der günstiger schien. Aber dann legte ich die Route tageweise fest und merkte, dass mir zwei separate Tagespässe reichen. Einen Tag lief ich sowieso nur durch die engen Gassen, einen anderen verbrachte ich am Strand auf Lido, da brauchte ich das Wasserboot nicht.
Ein Tagespass kostet 25 Euro, zwei Tage 35, drei Tage 45, sieben Tage 65. Wenn man jeden Tag aktiv fährt, lohnt sich ein Pass für die ganze Dauer. Aber wenn du planst, ein oder zwei Tage einfach durch die Stadt zu laufen oder im Café zu sitzen, ist es besser, Pässe nur für die Tage zu kaufen, an denen du wirklich mit dem Wasserboot unterwegs bist.
Bei der Station Santa Lucia sah ich Leute, die mir Pässe mit angeblichem Rabatt verkaufen wollten. Es stellte sich heraus, dass das Zwischenhändler waren, die die gleichen Tickets teurer verkaufen. Offizielle Verkaufsstellen sind mit dem ACTV- oder Venezia Unica-Logo gekennzeichnet, dort sind die Preise fix.
Ich kaufte über die Venezia Unica-App, weil am Automaten eine Schlange von mindestens zwanzig Leuten war. In der App gibt es kein Deutsch, aber auf Englisch ist es verständlich. Bezahlte mit Karte, bekam einen QR-Code, den ich an der Anlegestelle vor der ersten Fahrt aktivierte. Praktisch, dass man kein Papierticket mitschleppen muss, alles im Handy. Pass nur auf, dass der Akku nicht leer wird, denn ohne Ticketnachweis verhängt der Kontrolleur eine Strafe, selbst wenn du den Pass wirklich gekauft hast.
Noch etwas: Touristenkarten wie der Venice City Pass enthalten oft den Vaporetto-Pass im Paket mit Museen. Wenn du sowieso mehrere Museen besuchen willst, kann so ein Kombi günstiger sein, als alles einzeln zu kaufen.
Ich dachte, der Pass deckt absolut alle Wasserlinien ab, aber an der Anlegestelle erfuhr ich, dass das nicht stimmt. Die normalen Linien mit Nummern von 1 bis 20 sind im Pass enthalten, ebenso die Linien nach Murano, Burano, Torcello, Lido und andere Laguneninseln.
Die Schnelllinie Alilaguna zum Flughafen ist aber separat, da muss man ein spezielles Ticket für 15 Euro in eine Richtung kaufen. Auch private Wassertaxis und Gondeln sind nicht enthalten, das ist eine ganz andere Geschichte mit Preisen ab 80 Euro für eine kurze Fahrt.
Ich fuhr mit der Linie Nummer 1, die langsam den Canal Grande entlangfährt und fast an jeder Anlegestelle hält. Diese Linie ist perfekt für Rundfahrten, weil man alle Paläste und Brücken sieht. Linie Nummer 2 ist schneller, hat weniger Haltestellen, mit ihr kommt man bequemer zu einem bestimmten Ort. Beide Linien sind im Pass enthalten, deshalb wechselte ich je nach Laune zwischen ihnen.
Ich hatte nur ein paar Stunden zwischen den Zügen und entschied mich, keinen Pass zu kaufen, sondern zwei Einzeltickets zu nehmen. Eines vom Bahnhof nach Rialto, das andere zurück. Kostete 19 Euro, während ein Tagespass 25 kostet. Für einen Kurzbesuch ist das gerechtfertigt, wenn man nicht den ganzen Tag fahren will.
Aber wenn die Route komplizierter ist, zum Beispiel willst du zu den Inseln oder mehrere Viertel abfahren, dann wird der Pass schon nach der dritten Fahrt günstiger. Ein Einzelticket gilt 75 Minuten, und in dieser Zeit kann man es schaffen umzusteigen, aber wenn man sich verspätet, muss man ein neues kaufen. Ich sah Touristen, die versuchten mit einem abgelaufenen Ticket zu fahren, die Kontrolleure schrieben ihnen vor Ort 60 Euro Strafe auf.
Siehe auch weitere Antworten auf Fragen zu diesem Thema:
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