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Ich war letztes Frühjahr zum ersten Mal in Venedig und habe mir gleich eine Mehrtageskarte gekauft, weil ich vorhatte, viel auf den Kanälen unterwegs zu sein. Die Wasserbusse fangen dort so gegen sechs Uhr morgens an zu fahren, und die letzten Fahrten enden zwischen Mitternacht und ein Uhr nachts. Die genaue Zeit hängt von der Linie ab.
Die Linie Nummer eins zum Beispiel, die langsam durch den Canal Grande mit allen Haltestellen tuckert, startet um 05:30 Uhr und fährt bis Mitternacht. Es gibt aber auch Nachtlinien, wenn auch nicht viele. Die Linie N verkehrt die ganze Nacht durch, allerdings mit großen Abständen, etwa einmal pro Stunde.
Mir wurde schnell klar, dass zu den Stoßzeiten, besonders morgens und abends, die Boote voll mit Einheimischen sind, die zur Arbeit oder nach Hause fahren. Als Tourist plant man die Fahrten besser für die Mittagszeit oder ganz früh morgens, bevor die Massen wach sind. Den Fahrplan kann man an den Haltestellen oder in der ACTV-App nachschauen, da stimmt alles ziemlich genau.
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Zu welchen Zeiten fahren die Vaporettos in Venedig? Ich meine: Ab wann morgens beginnt der Betrieb und bis wann abends kann man sie nutzen? Wir gehen gerne spät spazieren und haben Angst, ohne Verkehrsmittel dazustehen.
Wolfgang
Letzten Herbst bin ich auf Murano länger geblieben als geplant und erst nach elf zurückgekommen. Die normalen Tageslinien hatten zu der Zeit fast alle ihren Betrieb eingestellt, aber die Nachtlinie N hat mich gerettet. Sie verbindet die wichtigsten Punkte der Stadt, einschließlich des Bahnhofs Santa Lucia, des Markusplatzes und des Lido, fährt aber nur etwa alle vquarzig bis sechzig Minuten.
Ich habe zwanzig Minuten am Anleger gewartet, bin aber problemlos angekommen. Man muss nur vorher prüfen, ob die eigene Haltestelle zur Nachtroute gehört, denn die bedient viel weniger Stationen als die Tageslinien. Das Ticket ist dasselbe wie tagsüber, es werden keine Zuschläge verlangt.
Ich habe auf dem Festland in Mestre gewohnt und bin jeden Tag ins Zentrum von Venedig zur Arbeit gefahren. Die ersten Vaporettos vom Bahnhof Santa Lucia fahren so gegen halb sechs morgens ab, aber da sind noch wenige Fahrgäste unterwegs. Dafür merkt man ab sieben, acht Uhr morgens den richtigen Ansturm.
Die venezianischen Einheimischen besetzen die Plätze bei den Ausgängen, stehen mit Kaffee in der Hand da und schauen aus dem Fenster oder aufs Handy. Touristen gibt es zu dieser Zeit praktisch keine, wenn ihr also den Canal Grande ohne Menschenmassen fotografieren wollt, sind gerade die Morgenstunden ideal. Zieht euch nur warm an, denn vom Wasser kommt eine Kühle, besonders im Frühling oder Herbst.
Letzten Sommer ist mir aufgefallen, dass manche Linien häufiger fahren als andere, und das hängt nicht nur von der Tageszeit ab. Beliebte Strecken wie die Nummer eins oder zwei entlang des Canal Grande haben tagsüber einen Takt von fünf bis zehn Minuten. Die weniger frequentierten Verbindungen zu entlegenen Inseln lassen sich dagegen auch mal zwanzig bis dreißig Minuten Zeit.
Dann gibt es noch den saisonalen Faktor. Im Sommer, wenn die meisten Touristen da sind, erhöht die ACTV die Zahl der Fahrten auf den Hauptlinien. Im Winter dagegen, besonders im Februar und März, fahren weniger Boote, und man muss länger warten. Ich würde immer empfehlen, einen aktuellen Fahrplan dabeizuhaben, denn aus dem Bauch heraus ist das schwer einzuschätzen.
Als ich meine Venedig-Reise geplant habe, habe ich zunächst im Internet gesucht, aber auf der offiziellen ACTV-Website war alles ziemlich verwirrend. Schließlich habe ich deren mobile App installiert, und da wurde alles klarer. Man kann eine bestimmte Linie auswählen, die Abfahrtszeiten von jeder Haltestelle sehen und sogar das Boot in Echtzeit verfolgen.
An den Anlegestellen selbst gibt es auch elektronische Anzeigetafeln mit den nächsten Fahrten, wobei die nicht immer funktionieren. Papierfahrpläne sind an den Masten angebracht, aber die Schrift ist klein, und in der Sonne sind sie schwer zu lesen. Wenn man kein Internet hat, kann man einfach an der Fahrkartenverkaufsstelle am Piazzale Roma oder am Bahnhof fragen, dort gibt es Ausdrucke.
Ich bin übers Wochenende nach Venedig gekommen und war überrascht, dass der Fahrplan am Samstag und Sonntag etwas anders ist als an Werktagen. Die ersten Fahrten starten ungefähr zur gleichen Zeit, aber die Abstände werden größer, besonders auf den weniger beliebten Linien. Die Verbindung zur Insel Torcello zum Beispiel fährt am Wochenende seltener als am Freitag.
Dafür fahren abends manche touristischen Linien länger, vermutlich rechnet man mit Besuchern, die bis spät in die Nacht durch die Stadt bummeln. Das ist mir bei der Linie zwei aufgefallen, die fast bis ein Uhr nachts verkehrte, obwohl werktags die letzte Fahrt um halb zwölf war.
Siehe auch weitere Antworten auf Fragen zu diesem Thema:
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