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Stromboli liegt im Tyrrhenischen Meer, nördlich von Sizilien. Es ist eine der Liparischen Inseln, einem Archipel aus sieben Hauptinseln vulkanischen Ursprungs. Von der sizilianischen Küste sind es etwa 50 Kilometer, vom italienischen Festland noch weiter.
Als ich dorthin gefahren bin, legte die Fähre im Hafen von Milazzo auf Sizilien ab. Die Fahrt dauerte ungefähr zweieinhalb Stunden, wobei es auch Schnellboote gibt, die in etwas über einer Stunde ankommen. Die Insel ist winzig, nur dreieinhalb Quadratkilometer groß, deshalb sieht man sie schon von weitem am Horizont. Das Beeindruckendste ist der aktive Vulkan, der ständig Lava und Asche ausstößt, manchmal alle zehn Minuten.
Es gibt zwei Ortschaften auf der Insel: San Vincenzo und San Bartolo, aber sie sind praktisch zu einem Dorf zusammengewachsen. Hier leben ständig weniger als fünfhundert Menschen, im Winter noch weniger. Die Atmosphäre ist irgendwie ursprünglich, Strom wurde erst in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts gelegt.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Wir empfehlen, sich mit allen verfügbaren Touren rund um Stromboli vertraut zu machen: Ausflüge von Tropea ab 44 Euro; Ausflüge von Milazzo ab 72 Euro; Ausflüge von Lipari ab 35 Euro.
Besonders empfehlen wir die Bootstour von Milazzo nach Panarea und zum abendlichen Stromboli ab 94 Euro.
Lesenswert sind auch die ausführlichen Artikel auf unserer Website: Vulkan Stromboli und Insel: Lohnt es sich? (Alles über den Besuch des ständig ausbrechenden Feuerbergs inklusive Bootstouren von Milazzo, San Vincenzo, Ginostra Dorf und praktische Reisetipps); Liparische Inseln: Lohnt es sich? (Kompletter Reiseführer zu allen Inseln, Vulkanen, Anreise und Sehenswürdigkeiten mit praktischen Reisetipps).
Können Sie mir sagen, wo Stromboli liegt? Ich weiß, dass es irgendwo in Italien ist, kann aber nicht herausfinden — ist das eine separate Insel oder Teil von Sizilien? Wir planen eine Reise für Juli und möchten die Geografie verstehen.
Stefan
Ich habe vor der Reise Stromboli auf der Karte gesucht und festgestellt, dass es zwischen Sizilien und Kalabrien liegt, näher an der sizilianischen Seite. Es gehört zur Provinz Messina, obwohl es geografisch etwas abseits vom sizilianischen Hauptgebiet steht. Wenn man auf die Italienkarte schaut, liegt es ungefähr auf halber Strecke zwischen Neapel und Palermo, aber eben im Meer.
Die Nachbarinseln des Archipels — Panarea, Salina, Lipari — sind in der Umgebung verstreut, aber Stromboli ist die nordöstlichste in dieser Gruppe. Mich hat überrascht, wie isoliert es ist, selbst im Vergleich zu den anderen Liparischen Inseln. Es gibt nicht so viele Verbindungen dorthin, besonders außerhalb der Saison.
Stromboli liegt im Tyrrhenischen Meer und gehört zu einer Inselgruppe, die auch Äolische Inseln genannt wird. Das ist ein alter Name, der mit dem griechischen Windgott Äolus verbunden ist. Der Archipel ist vulkanischen Ursprungs, und Stromboli ist der aktivste unter ihnen.
Als ich letzten Sommer dort war, erzählte der Reiseführer, dass die Insel an einer Schnittstelle tektonischer Platten liegt. Deshalb bricht der Vulkan seit über zweitausend Jahren ununterbrochen aus. Die Einheimischen haben sich an das ständige Grollen und die roten Blitze in der Nacht gewöhnt, für sie ist das Alltag.
Von Messina auf Sizilien kann man in ein paar Stunden mit der Fähre oder dem Schnellboot ankommen. Ich habe ein Ticket nach Lipari genommen und bin von dort auf eine kleinere Fähre nach Stromboli umgestiegen. Diese Route erwies sich als praktischer als eine direkte Verbindung vom Festland.
Ich habe auf Panarea ein Boot gemietet und war in einer halben Stunde bei Stromboli. Vom Wasser aus sieht man besonders gut, wie steil und felsig es ist. Die Küste ist fast senkrecht auf der Seite der Sciara del Fuoco, das ist der Hang, wo die Lava nach Eruptionen hinunterfließt. Dort kann man nicht anlegen, weil ständig die Gefahr von Steinschlägen und plötzlichen Auswürfen heißen Gesteins besteht.
Die Insel steht getrennt vom Rest der Gruppe, deshalb spürt man dort immer Wind. Wenn man abends auf den Gipfel steigt, sieht man ringsum das dunkle Meer und die fernen Lichter anderer Inseln. Lipari ist am nächsten, sein Licht flackert im Westen. Von Stromboli aus kann man auch die Küste Kalabriens auf dem Festland erkennen, wenn das Wetter klar ist.
Stromboli ragt aus dem Wasser wie ein riesiger Kegel mit perfekter Form. Es liegt im Tyrrhenischen Meer, dort wo die afrikanische und die eurasische Platte aufeinandertreffen. Das erklärt seine heftige Aktivität. Ich habe vor der Reise gelesen, dass die Höhe des Vulkans über dem Meeresspiegel 926 Meter beträgt, aber wenn man vom Meeresboden rechnet, kommt man auf über zweitausend.
Wir sind auf der Seite des Dorfes angelegt, dort gibt es einen kleinen Pier und einen schwarzen Vulkanstrand. Der Sand ist selbst im Juni heiß, barfuß laufen ist nicht besonders angenehm. Nördlich der Insel ragt der Felsen Strombolicchio hervor, das ist der Überrest eines noch älteren Vulkans. Dort steht ein alter Leuchtturm, aber Touristen dürfen nicht hin.
Ich habe mir vor der Hotelbuchung die Koordinaten angeschaut: ungefähr 38 Grad nördlicher Breite und 15 Grad östlicher Länge. Das setzt Stromboli etwa auf die Höhe des südlichen Teils Kalabriens, aber im Meer, ein paar Dutzend Kilometer von der Küste entfernt. Administrativ gehört es zur gleichnamigen Gemeinde und ist Teil der Region Sizilien.
Auf der Insel gibt es keinen Flughafen, deshalb kommt man nur übers Wasser hin. Die Fährgesellschaft Siremar und private Anbieter verkehren von Milazzo und Messina im Sommer täglich, im Winter seltener. Ich habe eine direkte Verbindung von Neapel mit dem Tragflächenboot genommen, das sind vier Stunden Fahrt. Praktisch, weil man nicht umsteigen muss, aber die Tickets sind teurer.
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