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Ja, man kann dort baden und sollte es sogar tun. Ich war letzten Sommer auf Stromboli, bin mit der Tagesfähre von Lipari rübergekommen. Die Strände sind schwarz, der Vulkansand ist feinkörnig, wird aber schnell heiß in der Sonne. Am besten badet man bei Ficogrande – dort ist der Einstieg ins Wasser flacher, weniger Gestein.
Das Wasser ist klar, die Temperatur angenehm, schon im Juni. Die Einheimischen sagen, dass es manchmal schwache warme Strömungen von Unterwasserquellen gibt, aber ich habe davon nichts gespürt. Badeschuhe sollte man dabeihaben, weil am Grund stellenweise scharfe Lavabrocken liegen. Ich habe mir spezielle Badeschuhe im Laden am Hafen gekauft, die haben etwa acht Euro gekostet.
Die Strandinfrastruktur ist minimal. Ein paar kleine Bars, Liegen kann man mieten, aber die meisten breiten einfach ihre Handtücher aus. Wenn du bis abends auf der Insel bleiben willst, bade morgens, denn nach Mittag machen sich alle bereit für den Aufstieg zum Vulkan.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Wir empfehlen, sich mit allen verfügbaren Touren rund um Stromboli vertraut zu machen: Ausflüge von Tropea ab 44 Euro; Ausflüge von Milazzo ab 72 Euro; Ausflüge von Lipari ab 35 Euro.
Besonders empfehlen wir die Bootstour von Milazzo nach Panarea und zum abendlichen Stromboli ab 94 Euro.
Lesenswert sind auch die ausführlichen Artikel auf unserer Website: Vulkan Stromboli und Insel: Lohnt es sich? (Alles über den Besuch des ständig ausbrechenden Feuerbergs inklusive Bootstouren von Milazzo, San Vincenzo, Ginostra Dorf und praktische Reisetipps); Liparische Inseln: Lohnt es sich? (Kompletter Reiseführer zu allen Inseln, Vulkanen, Anreise und Sehenswürdigkeiten mit praktischen Reisetipps).
Gibt es auf Stromboli normale Strände, an denen man schwimmen kann? Oder ist das eine rein vulkanische Insel, wo man nicht an Strandurlaub denkt? Die Kinder fragen nach dem Meer, ich möchte wissen, was ich ihnen antworten soll.
Wolfgang
War dort im Juli baden, als ich eine dreiwöchige Sizilienrundreise gemacht habe. Mir hat der Strand von Scari am besten gefallen, weil es dort kleine natürliche Lagunen zwischen den Felsen gibt. Man geht ins Wasser und es ist sofort tief, deshalb nichts für Kinder. Ich bin mit Schnorchelmaske geschwommen, unter Wasser sieht man kleine Fische zwischen den schwarzen Steinen. Die Strömung war spürbar, besonders gegen Mittag. Das Handtuch ist nach dem Baden voller schwarzem Sand, lässt sich aber normal auswaschen. Das Wasser ist sehr salzig, deutlich mehr als am Festland.
Ich war zwei Tage auf Stromboli und habe es geschafft, dreimal zu verschiedenen Zeiten zu baden. Morgens ist das Wasser ruhiger, kaum Wellen. Nach zwei Uhr nachmittags nimmt der Wind zu, es kommen Wellen auf, das Baden wird ungemütlich. Abends, schon nach Sonnenuntergang, bin ich noch einmal ins Wasser gegangen – die Temperatur war angenehm, aber die Sicht schlecht wegen der fehlenden Beleuchtung.
Die Strände haben keine Duschen, also kann man den Vulkansand nur im Hotel oder in der Pension abspülen. Ich habe in einem kleinen Haus bei Piscità gewohnt, dort gab es einen Wasserhahn mit Süßwasser draußen. Die Einheimischen haben geraten, vor dem Vulkanaufstieg zu baden, weil man nach dem Abstieg keine Kraft mehr hat.
Strombolicchio eignet sich eher für Leute, die gerne mit Schnorchel schwimmen. Dort ist der Grund felsig, die Vertiefungen zwischen den Steinen sind interessant, aber zum Liegen unbequem. Ich habe mich für Ficogrande entschieden wegen des flachen Ufers. Der schwarze Sand kontrastiert mit dem blauen Wasser, die Fotos werden sehr eindrucksvoll. Habe dort jeden Tag während meines dreitägigen Aufenthalts gebadet. Wellen gibt es, aber nicht dramatisch.
Ich hatte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor dabei, weil die Sonne von der dunklen Oberfläche reflektiert wird und man schneller verbrennt. Das habe ich am ersten Tag am eigenen Leib erfahren. Rettungsschwimmer gibt es am Strand nicht, also besser in Ufernähe schwimmen.
Ja, baden ist durchaus möglich. Ich war im Rahmen einer Exkursion auf der Insel, wir hatten zwei Stunden Freizeit vor dem Aufstieg. Habe es geschafft, bei Scari zu baden, das Wasser war warm, aber trüb wegen der Wellen. Der Sand ist feinkörnig, setzt sich überall fest – im Rucksack, in den Schuhen, sogar in die Kamera ist was reingekommen. Das Handtuch musste ich danach wegwerfen, weil ich es nicht vollständig sauber bekommen habe. Das Baden ist angenehm, aber man muss verstehen, dass das kein klassischer Strandurlaub ist. Infrastruktur gibt es kaum, dafür hat man das Gefühl wilder Natur.
Mir ist aufgefallen, dass bei Piscità das Wasser stellenweise wärmer ist als an anderen Abschnitten. Der Guide hat erklärt, dass das an untermeerischen Austrittstellen heißer Quellen liegt, auch wenn die nicht so intensiv sind wie auf anderen Vulkaninseln. Bin dort zweimal geschwommen, das Wasser ist sauber, der Grund gut sichtbar. Beim Reingehen muss man vorsichtig sein, weil die Steine rutschig sind. Ich hatte Aquaschuhe an, ohne die wäre es schwierig gewesen.
Der Strand ist schmal, wenig Leute, weil die meisten Touristen nur wegen des Vulkans kommen und sofort zurückfahren. Mir hat es gerade deshalb gefallen – Stille, Ruhe, nur das Rauschen der Wellen. Habe vor dem Abendaufstieg gebadet, um mich abzukühlen und Kraft zu tanken.
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