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Ich war letzten Sommer mit meinen Kindern am Comer See, und es war deutlich unkomplizierter als erwartet. Die Ufer sind an vielen Stellen flach abfallend, besonders bei Menaggio und Domaso am nördlichen Ende. Dort gibt es kleine Kiesstrände, wo die Kleinen stundenlang plantschen konnten. In Tremezzo habe ich den Park der Villa Carlotta entdeckt – riesige Rasenflächen, auf denen mein Sohn Fußball spielte, während meine Frau und ich die Blumen angeschaut haben.
Der Trick ist, Bellagio in der Hochsaison zu meiden. Es ist zwar wunderschön, aber die engen Gassen, die Steigungen und die Touristenmassen sind mit Kindern einfach anstrengend. Stattdessen haben wir in Gravedona gewohnt – weniger los und ein ordentlicher Supermarkt in der Nähe. Die Kinder liebten die Fährüberfahrten zwischen den Orten, für sie war das wie eine Attraktion. Ein Tagesticket für die ganze Familie kostete etwa 35 Euro, und wir sind so oft gefahren, wie wir wollten.
Noch ein Tipp: In Colico gibt es das Forte Montecchio, ein altes Militärfort in den Bergen. Wir sind mit dem Auto hochgefahren, und dann sind die Jungs durch die Bunker geklettert und haben sich die Kanonen angeschaut. Das fanden sie spannender als jedes Museum. Generell ist am See angenehm, dass man die Kinder nicht ständig extra bespaßen muss – sie finden am Wasser von selbst ihre Beschäftigung.
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Wir empfehlen, sich mit allen verfügbaren Touren am Comer See aus verschiedenen Städten am See vertraut zu machen: ab Como ab 50 Euro; ab Bellagio ab 32 Euro; ab Varenna ab 40 Euro; ab Tremezzo ab 40 Euro; ab Lecco ab 89 Euro; ab Argegno ab 58 Euro; ab Menaggio ab 86 Euro; ab Cernobbio ab 95 Euro; ab Colico ab 59 Euro.
Gesondert hervorzuheben sind Tagesausflüge an den Comer See ab Mailand ab 84 Euro.
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Ist der Comer See für einen Urlaub mit Kindern geeignet? Wir haben zwei Kinder — 5 und 8 Jahre alt. Ich mache mir Sorgen, dass es dort langweilig wird, nur Villen und Restaurants für Erwachsene. Gibt es irgendwelche Geheimtipps oder Aktivitäten, die für Kinder interessant sind? Vielleicht Parks, vernünftige Strände oder etwas anderes?
Daniela
Ich habe letzten Juni eine Woche am Comer See mit meiner fünfjährigen Tochter verbracht und Varenna als Basis gewählt. Das Städtchen ist klein, aber es gibt einen Kinderspielplatz direkt an der Uferpromenade, wo wir jeden Abend hingegangen sind. Meine Tochter schaukelte, und ich trank Kaffee mit Blick auf den See. Das Hotelzimmer kostete 90 Euro pro Nacht, was für diese Gegend völlig in Ordnung ist.
Am besten gefiel ihr der Naturpark Pian di Spagna am nördlichen Ende des Sees. Dort ist flaches Gelände, man kann Fahrräder mieten und auf Wegen durch das Schilf fahren. Wir haben ein Kinderrad und einen Sitz für Erwachsene für 18 Euro am Tag gemietet. Wir haben Reiher, Enten und sogar irgendwelche großen Vögel gesehen. Meine Tochter war von den Vögeln begeisterter als von allen Villen zusammen.
Noch ein Tipp: In Varenna gibt es das Castello di Vezio, eine Burg auf einem Hügel. Der Aufstieg ist steil, aber kurz – etwa fünfzehn Minuten zu Fuß. Oben gibt es eine Falknerei-Show, meine Kleine schaute mit offenem Mund zu. Eintritt 5 Euro für Erwachsene, Kinder kostenlos. Insgesamt eignet sich der See gut für Urlaub mit kleinen Kindern, wenn man nicht versucht, zu viele Ausflüge ins Programm zu quetschen.
Ich war im Juli mit meinem neunjährigen Sohn dort, wir haben in Bellano gewohnt. Das Städtchen wählen nur wenige, aber dort gibt es die Schlucht Orrido di Bellano, durch die ein Gebirgsbach fließt. Es sind Stege und Treppen angelegt, man kann in die Schlucht hineingehen, wo das Wasser rauscht und es selbst bei Hitze kühl ist. Mein Sohn meinte, das sei wie in einem Abenteuerfilm. Eintritt kostet 4 Euro, Kinder etwas weniger.
Richtige Strände gibt es am Comer See kaum, aber es gibt ausgestattete Badestellen, sogenannte Lidos. In Gravedona gibt es den Lido di Gravedona – dort ist Sand aufgeschüttet, es gibt Duschen und Umkleidekabinen. Eintritt 8 Euro pro Person, aber man kann den ganzen Tag bleiben und baden. In Dongo nebenan gibt es auch eine kostenlose Badezone, allerdings mit Kieselsteinen und weniger Komfort.
Mein Sohn mag aktiven Urlaub, deshalb haben wir in Colico noch ein Kajak gemietet. Zwei Stunden kosteten 25 Euro für ein Zweier-Kajak. Wir sind entlang des Ufers gepaddelt und haben in kleine Buchten geschaut. Das Wasser ist sauber, aber selbst im Sommer ziemlich kalt. Am See gibt es viele Bewegungsmöglichkeiten, man muss nicht nur in Restaurants und Museen sitzen, deshalb wird es auch Teenagern nicht langweilig.
Meine Frau und ich haben mit unseren beiden Kindern – zehn und dreizehn Jahre alt – eine Wohnung in Menaggio für eine Woche gemietet. Wir haben diesen Ort gewählt, weil man von dort bequem in verschiedene Richtungen fahren kann. Es gibt Fähren nach Bellagio und Varenna, und mit dem Bus ist man in einer halben Stunde in Lugano in der Schweiz. Die Kinder wollten ein anderes Land sehen, also sind wir für einen Tag dorthin gefahren. Der Bus kostete 10 Euro pro Erwachsenem für eine Strecke.
In Menaggio selbst ist die Uferpromenade breit, es gibt eine lange Fußgängerzone, wo die Kinder mit Rollern gefahren sind. In der Nähe liegt der Lago di Piano, den man zu Fuß in einer Stunde durch den Wald erreicht oder mit dem Auto hinfahren kann. Dort ist es ruhig, fast niemand da, man kann ein Picknick machen. Wir haben Essen mitgenommen und den halben Tag dort verbracht.
Der Radweg Greenway del Lago di Como führt von Colonno nach Griante, das sind etwa zehn Kilometer entlang des Ufers. Wir haben in Menaggio Räder gemietet, 15 Euro pro Tag pro Stück. Die Strecke ist eben, ohne steile Anstiege – unsere ältere Tochter fuhr allein, der jüngere Sohn mit meiner Frau. Unterwegs haben wir in kleinen Dörfern angehalten, Limonade getrunken und den See angeschaut. Für Familien mit Kindern, die sich gern bewegen, ist das die ideale Route.
Ich habe mit meinen Enkeln – sieben und zwölf Jahre alt – in Lenno Urlaub gemacht, einem ruhigen Städtchen am Westufer. Dort gibt es die Villa del Balbianello, die man zu Fuß durch den Park oder mit dem Boot von Lenno aus erreicht. Wir sind zu Fuß gegangen, weil der jüngere Enkel unterwegs Blumen und Bäume anschauen wollte. Eintritt zur Villa 22 Euro für Erwachsene, Kinder bis zwölf für 11 Euro. Die Gärten sind wunderschön, und von der Terrasse aus ist der Blick auf den See atemberaubend.
Mein älterer Enkel interessiert sich für Angeln, deshalb haben wir einen lokalen Fischer engagiert, der uns für zwei Stunden mit auf den See genommen hat. Das kostete 60 Euro für drei Personen, aber der Junge war glücklich. Sie haben Barsche gefangen, der Fischer erzählte vom See und zeigte verschiedene Buchten. Der Jüngere hat auch mal die Angel gehalten, obwohl er lieber aufs Wasser geschaut hat.
In Lenno ist es ruhig, ohne die Hektik der großen Touristenorte. Es gibt ein paar Restaurants, die Fisch aus dem See zubereiten. Wir haben jeden Abend in einem gegessen – eine Portion Pasta kostete 12 Euro, Fisch 18 Euro. Die Enkel aßen Pizza für 9 Euro und waren zufrieden. Für einen ruhigen Familienurlaub ist dieser Ort ideal, besonders wenn die Kinder nicht mehr ganz klein sind und keine ständige Bespaßung brauchen.
Mein Mann und ich mit unserer vierjährigen Tochter haben in der Stadt Como gewohnt. Von dort ist es bequem, an den See rauszufahren, aber die Stadt selbst bietet auch viele Möglichkeiten. Meine Tochter liebte die Standseilbahn nach Brunate, ein kleines Dorf auf dem Berg über Como. Die Fahrt dauert sieben Minuten, der Wagen ist altmodisch, das Kind klebte die ganze Zeit am Fenster. Ein Ticket hin und zurück kostet 6 Euro für Erwachsene, Kinder fahren für 4 Euro.
Oben gibt es ein paar Cafés und einen Kinderspielplatz mit Schaukeln. Wir sind auf den Wegen rund um Brunate spaziert, von dort sieht man den ganzen See und die Alpen in der Ferne. Meine Tochter sammelte Blumen und Steine – sie brauchte keine besonderen Attraktionen. In Como gibt es auch den Park Spina Verde am Stadtrand, dorthin sind wir mit dem Bus gefahren. Dort gibt es Plätze für Picknicks, Tische und Raum zum Spielen.
Das Zentrum von Como ist ziemlich lebendig, aber die Uferpromenade am See ist breit, man kann ruhig mit Kinderwagen spazieren oder ein Kind an der Hand führen. Eis wird überall verkauft, eine Kugel 3 Euro. Wir haben unserer Tochter jeden Abend nach dem Spaziergang ein Eis gekauft, und das war ihr Lieblingsritual. Die Stadt ist praktisch als Basis für Familienausflüge, weil von dort Busse und Züge in alle Richtungen rund um den See fahren.
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