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Ja, zum Comer See kommt man problemlos mit dem Auto, und ich fahre jedes Jahr genau so dorthin. Wenn ihr aus München anreist, ist die beste Variante über den Brenner und dann weiter auf der A9 bis Como. Die Fahrt dauert etwa vier Stunden ohne Zwischenstopps, wobei im Sommer an der Grenze durchaus Wartezeiten entstehen können.
Aus Norddeutschland ist es bequemer durch die Schweiz, allerdings braucht man die Vignette, die 40 Euro im Jahr kostet. Ich bin einmal durch den Gotthard-Tunnel gefahren und stand zwei Stunden im Stau, deshalb plane ich die Abfahrt mittlerweile entweder sehr früh morgens oder in den Abendstunden. Parken am See ist fast überall gebührenpflichtig, besonders in Bellagio und Como. Ich suche mir normalerweise Plätze in den kleineren Orten am Ostufer, da ist es günstiger und es gibt mehr freie Stellplätze.
Benzin ist in Italien etwa 10-15 Cent pro Liter teurer als in Deutschland, deshalb sollte man besser vor der Grenze nochmal volltanken.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Wir empfehlen, sich mit allen verfügbaren Touren am Comer See aus verschiedenen Städten am See vertraut zu machen: ab Como ab 50 Euro; ab Bellagio ab 32 Euro; ab Varenna ab 40 Euro; ab Tremezzo ab 40 Euro; ab Lecco ab 89 Euro; ab Argegno ab 58 Euro; ab Menaggio ab 86 Euro; ab Cernobbio ab 95 Euro; ab Colico ab 59 Euro.
Gesondert hervorzuheben sind Tagesausflüge an den Comer See ab Mailand ab 84 Euro.
Empfehlenswert sind auch die ausführlichen Artikel auf unserer Website: Comer See: Lohnt es sich? (was in den Städten am See zu sehen ist sowie historische Villen an seinen Ufern); Ausflug an den Comer See: Wie organisieren? (wie man die beste Option wählt, was es kostet und was man bei der Reise unbedingt sehen muss); Ausflüge von Mailand (Reiseführer zu den lombardischen Seen, historischen Städten, Venedig und alpinen Landschaften); Das Städtchen Bellagio am Comer See: Lohnt es sich? (wie man dorthin kommt, Ausflüge, interessante Orte und Sehenswürdigkeiten, Aktivurlaub, Hotels in der Stadt).
Kann man mit dem Auto zum Comer See fahren und wie macht man das am besten? Wir werden in Mailand sein und denken daran, ein Auto zu mieten. Sind die Straßen dort in Ordnung, nicht die ganze Zeit Serpentinen im Gebirge? Und gibt es Parkplätze in den kleinen Städten oder ist das ein Problem?
Gisela
Ich bin letzten Sommer von Stuttgart aus gefahren und wollte ursprünglich über Zürich, hab dann aber mal die Kosten durchgerechnet. Die Schweizer Vignette plus die teuren Tankstellen dort hätten mir die Hälfte meines Hotelbudgets aufgefressen. Deshalb bin ich über Innsbruck und den Brennerpass gefahren, auch wenn’s ein paar Kilometer mehr sind.
Die österreichische 10-Tages-Vignette kostet 11,50 Euro, das ist wesentlich vernünftiger. Die Strecke ist zwar bergig, aber wunderschön, und ich hab die Routenwahl keine Sekunde bereut. Wichtig ist nur zu wissen, dass es in Tirol auf manchen Abschnitten Tempolimits wegen Lärmschutz gibt, da stehen häufig Blitzer. Ich hab 30 Euro Strafe kassiert für gerade mal 8 km/h zu viel, deshalb lieber an die Vorgaben halten.
Am See selbst sind die Straßen schmal, besonders zwischen den Ortschaften an der Westseite. Ich bin ein paar Mal Serpentinen gefahren, wo sich zwei Autos gerade so aneinander vorbeiquetschen, das kann für nervöse Fahrer etwas unangenehm sein.
Mein Mann und ich sind im Juni mit dem Auto angereist und dachten, wir finden locker einen Parkplatz in der Innenstadt von Como. Drei Stunden sind wir durch die Straßen gekreist, bis wir uns auf eine Garage für 25 Euro pro Tag eingelassen haben. Stellte sich heraus, dass viele Hotels am See überhaupt keine eigenen Parkplätze haben, und die vorhandenen müssen vorab reserviert werden.
Mittlerweile suche ich immer Hotels mit inkludiertem Parkplatz oder reserviere einen Stellplatz über Apps wie Parkopedia. In Bellagio lässt man das Auto am besten gleich am Ortseingang auf dem speziellen Parkplatz stehen und geht zu Fuß weiter, weil die Gassen dort wirklich winzig sind. Lecco ist etwas entspannter mit Parkplätzen, dort gibt’s kostenlose Zonen am Stadtrand, von wo aus man in etwa fünfzehn Minuten zu Fuß zur Uferpromenade kommt.
Ich bin an einem Samstagmorgen zum Comer See losgefahren und das war ein Fehler. Schon bei Rosenheim fing der Stau an, der sich bis Kiefersfelden hinzog. An der Grenze haben wir noch eine Stunde gestanden, weil alle übers Wochenende nach Italien oder Österreich gefahren sind. Statt fünf Stunden hat die Fahrt fast acht gedauert.
Dafür bin ich auf der Rückfahrt am Montagmorgen komplett ohne Probleme in viereinhalb Stunden durchgekommen. Jetzt plane ich Touren an die Seen immer unter der Woche oder fahre um fünf Uhr morgens los, wenn die Autobahnen noch leer sind. Noch was: Das Navi schlägt manchmal Ausweichrouten durch kleine Dörfer vor, aber da können ungeteerte Abschnitte oder sehr enge Durchfahrten kommen, deshalb besser auf den Hauptautobahnen bleiben.
Ich bin mal im November an den See gefahren und wusste nichts von den italienischen Winterreifenregeln. Die Carabinieri haben mich an der Einfahrt in die Lombardei rausgewunken und erklärt, dass das auf Bergstraßen Pflicht ist, auch ohne Schnee. Die Strafe kann ab 85 Euro losgehen, aber ich hatte Glück, sie haben mich nur verwarnt und umkehren lassen.
Falls ihr im Herbst oder Winter eine Tour plant, prüft die Kennzeichnung auf den Reifen oder packt Schneeketten in den Kofferraum. Die gibt’s an Tankstellen vor den Pässen zu kaufen, aber dort kostet’s doppelt so viel wie in Deutschland. Außerdem muss man eine Warnweste und ein Warndreieck dabeihaben, das wird selten kontrolliert, aber man sollte es trotzdem mitführen.
Siehe auch weitere Antworten auf Fragen zu diesem Thema:
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Gesondert hervorzuheben sind Tagesausflüge an den Comer See ab Mailand ab 84 Euro.
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