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Ich bin morgens reingegangen, direkt nach der Öffnung, und die Sixtinische Kapelle hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Michelangelos Decke ist wirklich atemberaubend, auch wenn mir nach zwanzig Minuten Hochschauen der Nacken wehtat. Die Fresken „Das Jüngste Gericht“ und „Die Erschaffung Adams“ hatte ich hunderte Male auf Bildern gesehen, aber live ist das ein völlig anderes Erlebnis.
Geht unbedingt in die Stanzen des Raffael. Dort gibt es vier Räume mit Fresken, und das berühmteste ist die „Schule von Athen“. Ich stand bestimmt fünfzehn Minuten davor und habe versucht, all die Philosophen zu identifizieren, die der Künstler gemalt hat.
Dann gibt es noch das Museo Pio-Clementino mit antiken Skulpturen. Dort seht ihr den „Laokoon“ und den „Apollo vom Belvedere“ im Original. Die Galerie der Landkarten hat mich auch mit ihrer Größe und Detailgenauigkeit beeindruckt. Der Korridor ist hundertzwanzig Meter lang, die gesamte Decke ist bemalt, und an den Wänden hängen Karten italienischer Regionen aus dem sechzehnten Jahrhundert.
Nehmt bequeme Schuhe mit, denn ihr werdet viel laufen müssen. Ich bin in vier Stunden ungefähr sieben Kilometer gelaufen.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Offizielle Tickets: Vatikan: Museen und Eintrittskarte zur Sixtinischen Kapelle ab 33 Euro.
Wir empfehlen: Alle Eintrittsmöglichkeiten ohne Warteschlange zum Petersdom (mit Kuppelbesteigung), den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle ab 14 Euro.
Es lohnt sich auch, die ausführlichen Artikel auf unserer Website zu lesen: Vatikan besuchen: Lohnt es sich? (Was kostet der Eintritt in die Vatikanischen Museen und den Petersdom, Öffnungszeiten, Besichtigungsplan und praktische Tipps für Touristen); Ausflüge von Rom nach Latium, Toskana und Umbrien (Transport, Preise, Sehenswürdigkeiten in der Nähe der italienischen Hauptstadt für einen Kurztrip); Wie kommt man vom Flughafen Fiumicino nach Rom (Bus, Zug, Metro, Taxi, Mietwagen am Flughafen – Preise, Strecken, praktische Tipps); Mietwagen in Rom (wie organisieren, wo buchen im Jahr 2026 und wie die ideale Route entlang der Amalfiküste, Matera und der Adriaküste planen – wir berichten anhand unseres eigenen Beispiels).
Ich plane meinen ersten Besuch in den Vatikanischen Museen und möchte nichts Wichtiges verpassen. Welche Kunstwerke, Säle und Ausstellungen sollte ich mir auf jeden Fall ansehen? Ich habe etwa vier Stunden Zeit und würde mich über konkrete Empfehlungen freuen, damit ich meinen Rundgang gut planen kann.
Stefan
Ich bin extra hingegangen, um mir die altgriechischen und römischen Statuen anzuschauen. Im Museo Pio-Clementino stand ich zwanzig Minuten vor dem „Laokoon“. Diese Skulptur zeigt den trojanischen Priester mit seinen Söhnen, die von Schlangen erwürgt werden. Die Arbeit ist mit solcher Meisterschaft ausgeführt, dass man jeden angespannten Muskel sieht.
In der Nähe stehen der „Apollo vom Belvedere“ und der „Torso vom Belvedere“. Letzterer hat keinen Kopf, keine Arme und keine Beine, aber Michelangelo hat genau ihn studiert, bevor er seine eigenen Werke schuf. Dann gibt es noch den Rundsaal mit einer riesigen Porphyrschale in der Mitte und kolossalen Götterstatuen rundherum.
In der Galerie der Kandelaber stehen römische Kopien griechischer Originale. Das Licht fällt durch die Fenster so, dass der Marmor förmlich zum Leben erwacht. Bin an den Raffael-Tapisserien vorbei zu den geografischen Karten gelaufen, aber die Skulpturen haben den größten Eindruck hinterlassen.
Raffael ist im Vatikan unglaublich präsent. Die Stanzen des Raffael bestehen aus vier Räumen, die vom Meister und seinen Schülern ausgemalt wurden. Die „Schule von Athen“ in der Stanza della Segnatura versammelt unter einem Gewölbe Platon, Aristoteles, Euklid und andere Denker. Die Komposition ist bis ins kleinste Detail durchdacht.
Die Sixtinische Kapelle war der Höhepunkt des Besuchs. Michelangelos Fresken an der Decke und an der Altarwand sind über Jahre entstanden. Der Künstler hat liegend auf dem Gerüst gearbeitet, die Farbe tropfte ihm ins Gesicht. Wenn man dort steht und nach oben schaut, versteht man das Ausmaß dieser Arbeit. Die Aufseher zischen ständig Touristen an, die versuchen zu fotografieren, obwohl das verboten ist.
Die Pinakothek hat Gemälde vom Mittelalter bis zum neunzehnten Jahrhundert gesammelt. Dort hängen Werke von Caravaggio, Giotto, Leonardo da Vinci. Ich habe eine Stunde dort verbracht und mir jedes Werk einzeln angeschaut.
Die Galerie der Landkarten war eine angenehme Entdeckung. Der Korridor erstreckt sich über hundertzwanzig Meter, die Decke ist mit Gold und Stuck bedeckt, und an den Wänden hängen vierzig Karten italienischer Gebiete. Geschaffen hat sie Ignazio Danti in den 1580er Jahren. Ich stand dort und betrachtete Venedig und Sizilien, die mit fantastischer Genauigkeit für die damalige Zeit gemalt waren.
Die Galerie der Kandelaber ist durch Marmorsäulen in sechs Abschnitte unterteilt. Dazwischen stehen altrömische Kandelaber und Skulpturen. Das Licht aus den Fenstern erzeugt ein Schattenspiel auf dem weißen Marmor.
Dann die Galerie der Tapisserien mit riesigen gewebten Bildern nach Entwürfen von Raffael. Die Detailgenauigkeit ist unglaublich, jeder Faden sitzt. Ich bin hin und her gelaufen und habe mir die Szenen aus dem Leben Christi angeschaut.
Die Momo-Wendeltreppe am Ausgang verdient auch Aufmerksamkeit. Eine Doppelspirale, wo ein Strom Menschen nach oben geht, ein anderer nach unten, ohne sich zu kreuzen.
Die wenigsten wissen, dass es im Vatikan das Gregoriano Egizio gibt. Ich bin hingegangen, um mir Mumien, Sarkophage und Pharaonenstatuen anzuschauen. Die Sammlung ist klein im Vergleich zum British Museum, aber interessant. Dort gibt es eine Stele mit Hieroglyphen, Götterfiguren und Alltagsgegenstände der alten Ägypter.
Das Etnologico Missionario zeigt Artefakte aus der ganzen Welt, die Missionare mitgebracht haben. Masken aus Afrika, Götzen aus Ozeanien, Kleidung aus Asien. Der Kontrast zur christlichen Kunst des Museums ist krass, aber genau das macht die Ausstellung einzigartig.
Ich habe ein Ticket ohne Anstehen übers Internet gekauft, vier Euro Aufpreis. Das war eine kluge Entscheidung, denn die Schlange auf der Straße zog sich über dreihundert Meter. Bin um acht Uhr morgens reingegangen, als noch nicht so viel los war.
Die Route habe ich so geplant: zuerst das Museo Pio-Clementino mit den Skulpturen, dann die Galerien der Kandelaber, Tapisserien und Landkarten. Danach die Stanzen des Raffael und zum Schluss die Sixtinische Kapelle. Diese Reihenfolge hilft, den Menschenmassen auszuweichen, die in die entgegengesetzte Richtung laufen.
Essen gibt es drinnen nicht, nur ein Café mit überteuerten Preisen beim Eingang. Ich hatte eine Flasche Wasser dabei, was mich gerettet hat, denn die Hitze dort war selbst im Oktober enorm. Die Füße haben nach vier Stunden auf Marmorböden gebrummt. Bänke gibt es nicht überall, deshalb ist Ausruhen schwierig. Den Audioguide habe ich für sieben Euro genommen, er hilft, das Wichtigste bei sieben Kilometern Ausstellungen nicht zu verpassen.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Offizielle Tickets: Vatikan: Museen und Eintrittskarte zur Sixtinischen Kapelle ab 33 Euro.
Wir empfehlen: Alle Eintrittsmöglichkeiten ohne Warteschlange zum Petersdom (mit Kuppelbesteigung), den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle ab 14 Euro.
Es lohnt sich auch, die ausführlichen Artikel auf unserer Website zu lesen: Vatikan besuchen: Lohnt es sich? (Was kostet der Eintritt in die Vatikanischen Museen und den Petersdom, Öffnungszeiten, Besichtigungsplan und praktische Tipps für Touristen); Ausflüge von Rom nach Latium, Toskana und Umbrien (Transport, Preise, Sehenswürdigkeiten in der Nähe der italienischen Hauptstadt für einen Kurztrip); Wie kommt man vom Flughafen Fiumicino nach Rom (Bus, Zug, Metro, Taxi, Mietwagen am Flughafen – Preise, Strecken, praktische Tipps); Mietwagen in Rom (wie organisieren, wo buchen im Jahr 2026 und wie die ideale Route entlang der Amalfiküste, Matera und der Adriaküste planen – wir berichten anhand unseres eigenen Beispiels).