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Ich war dreimal im Vatikan, und am ruhigsten war es mittwochs vor dem Mittagessen. Die Touristen tauchen aus irgendeinem Grund massenhaft erst gegen zwei Uhr nachmittags auf, vormittags sind die Schlangen vor den Museen deutlich kürzer.
Besonders auffällig ist das bei der Sixtinischen Kapelle – dort kann man in Ruhe stehen bleiben und sich die Decke ohne Gedränge anschauen. Noch ein Vorteil: Wenn der Mittwoch auf den Tag der Papstaudienz fällt, geht die Hauptmasse zum Petersplatz, und die Museen leeren sich. Ich hatte das Glück, genau an so einem Tag dort zu sein, und in den Vatikanischen Museen war es so ruhig, dass selbst die Wachleute entspannt waren und an Stellen fotografieren ließen, wo es normalerweise verboten ist.
Wochenenden sollte man ganz meiden. Samstags und sonntags kommen Einheimische aus ganz Italien, plus die organisierten Busgruppen.
Könnte ebenfalls nützlich sein:
Offizielle Tickets: Vatikan: Museen und Eintrittskarte zur Sixtinischen Kapelle ab 33 Euro.
Wir empfehlen: Alle Eintrittsmöglichkeiten ohne Warteschlange zum Petersdom (mit Kuppelbesteigung), den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle ab 14 Euro.
Es lohnt sich auch, die ausführlichen Artikel auf unserer Website zu lesen: Vatikan besuchen: Lohnt es sich? (Was kostet der Eintritt in die Vatikanischen Museen und den Petersdom, Öffnungszeiten, Besichtigungsplan und praktische Tipps für Touristen); Ausflüge von Rom nach Latium, Toskana und Umbrien (Transport, Preise, Sehenswürdigkeiten in der Nähe der italienischen Hauptstadt für einen Kurztrip); Wie kommt man vom Flughafen Fiumicino nach Rom (Bus, Zug, Metro, Taxi, Mietwagen am Flughafen – Preise, Strecken, praktische Tipps); Mietwagen in Rom (wie organisieren, wo buchen im Jahr 2026 und wie die ideale Route entlang der Amalfiküste, Matera und der Adriaküste planen – wir berichten anhand unseres eigenen Beispiels).
Wie viele Tage im Voraus sollte man Tickets für den Vatikan kaufen? Wir fahren im Juli, ich verstehe, dass Saison ist. Reicht eine Woche oder muss man einen Monat im Voraus buchen?
Brigitte
Ich hatte viele Ratschläge über Besuche am Morgen gelesen, aber bei mir war es umgekehrt. Ich kam an einem Donnerstag gegen drei Uhr nachmittags, als alle schon müde waren und anfingen zu gehen. Der Petersdom war halbleer, obwohl morgens riesige Schlangen dort standen – ich hatte sie vom Hotelfenster aus gesehen.
Der Guide erklärte mir, dass die meisten Touristen den Vatikan für den Vormittag einplanen, weil sie Angst haben, nicht alles zu schaffen. Deshalb entsteht nachmittags ein Loch bei der Besucherzahl. Natürlich funktioniert das im Sommer nicht, wenn den ganzen Tag über Massen unterwegs sind, aber im Frühling oder Herbst ist es sehr praktisch. Ich konnte in Ruhe die Kuppel besteigen, in die Grotten hinabsteigen und sogar im Schatten der Kolonnaden sitzen, wo sich niemand drängte.
Ursprünglich hatte ich geplant, am Montag hinzugehen, aber ich las zufällig, dass die Museen geschlossen sind. Ich verlegte es auf Dienstag, und das erwies sich als sehr gute Entscheidung. Es waren Leute da, aber nicht kritisch viele, man konnte sich normal zwischen den Sälen bewegen ohne das Gefühl von Gedränge.
In den Stanzen des Raffael stand eine kleine japanische Gruppe mit Guide, aber sie gingen schnell weiter, und ich blieb fast allein. Mir fiel auch auf, dass der Dienstag bei organisierten Touren weniger beliebt ist – die fahren häufiger mittwochs oder freitags. Am Ausgang sprach ich mit einem Wachmann, er bestätigte, dass Dienstag und Donnerstag normalerweise am wenigsten ausgelastet sind, wenn sie nicht mit Schulferien zusammenfallen.
Ich kam am Freitag um neun Uhr morgens, dachte, ich wäre vor dem Hauptansturm da. Falsch gedacht. Die Schlange zum Museumseingang zog sich hundert Meter lang, ich stand fast eine Stunde. Es stellte sich heraus, dass Freitag ein beliebter Tag für Tagestouren aus Florenz und anderen Städten ist. Die Busse bringen die Leute genau zur Öffnung, um den Tag maximal zu nutzen.
Drinnen war es noch schlimmer. In der Galerie mit den Landkarten an den Wänden kam ich kaum durch, und bei der Pietà in der Basilika standen etwa dreißig Leute, die alle versuchten, die Skulptur durch die Absperrung zu fotografieren. Wenn ich es nochmal planen würde, würde ich jeden anderen Tag wählen, nur nicht Freitag und nicht am Wochenende. Vielleicht wäre Wochenmitte die klügere Wahl, weil da wenigstens eine gewisse Logik in der Verteilung der Touristen besteht.
Am Sonntag sind die Vatikanischen Museen geschlossen, geöffnet ist nur der Petersdom. Ich kam absichtlich nachmittags, als die Messe schon vorbei war, und es war ziemlich frei. Touristen gab es natürlich genug, aber nicht so wie an Wochentagen, wenn alle versuchen, die Basilika mit den Museen zu verbinden.
Die Atmosphäre ist ganz anders – mehr einheimische Gläubige, weniger Lärm von Reisegruppen. Man kann in Ruhe auf einer Bank sitzen, beten oder sich einfach das Innere ohne Eile ansehen. Allerdings, wenn man die Vatikanischen Museen sehen will, passt der Sonntag überhaupt nicht, man muss an einem anderen Tag wiederkommen.
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