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Ciao! Ich bin Hannah, freiberufliche Journalistin aus München, und ich schreibe seit acht Jahren über Essen und kulinarische Reisen. Italien nimmt dabei einen besonderen Platz ein – beruflich und, ehrlich gesagt, überhaupt. Dieses Land ist für mich eine unerschöpfliche Quelle von Geschichten, Geschmäckern und Menschen, über die ich immer wieder schreiben will.
Mit Vladislav und Julia brachte mich der Zufall zusammen – im besten italienischen Sinne. 2020 recherchierte ich für einen Text über die Fischmärkte der Adria und war früh morgens in Ancona, als die Fischer gerade ihren Fang entluden. Die beiden filmten dort zur selben Zeit. Wir kamen ins Gespräch, und es stellte sich heraus: Wir blicken auf dieselben Orte ganz unterschiedlich – aber genau deshalb interessant. Sie schlugen vor, dass ich die kulinarische Seite ihrer Italienartikel kommentiere.
In all den Arbeitsjahren habe ich Italien von oben nach unten durchfahren – von den Weinbergen des Piemonts bis zu den Fischerdörfern Kalabriens. Ich habe Sterneköche interviewt und Großmütter, die auf offenem Feuer in Bergdörfern kochen. Jede Region ist eine eigene gastronomische Welt. Das macht das Land als Thema unerschöpflich.
Der professionelle Blick einer Journalistin hilft mir, das zu bemerken, was dem normalen Touristen verborgen bleibt. Ich weiß, wie ein echter lokaler Markt um sieben Uhr morgens aussieht. Ich erkenne den Unterschied zwischen einem Familienrestaurant mit Geschichte und einer Touristenfalle mit Speisekarte in zehn Sprachen. Ich weiß, wann in Umbrien die Trüffelsaison ist, in welchem Monat Sizilien mit Artischocken aufwartet und wo in Bologna die beste Mortadella der Stadt gemacht wird.
Was mich besonders an der italienischen Esskultur fesselt: Hier ist Essen nie nur Essen. Es ist untrennbar mit Gespräch, Familie, Ort und Jahreszeit verbunden. Ich kann erklären, warum man in Italien nach dem Mittag keinen Cappuccino bestellt, was die Slow-Food-Bewegung eigentlich ist und warum Italiener so dünnhäutig reagieren, wenn jemand die Pasta falsch zubereitet.
Ich verfolge auch die moderne Gastronomieszene – junge Köche, die die Regionalküche neu denken, neue Restaurantformate, Foodmärkte. Ich kann sowohl bewährte klassische Adressen empfehlen als auch interessante neue Orte, die einen echten Besuch wert sind.
In meinen Kommentaren versuche ich, Italien so zu zeigen, wie ich es kenne: schmackhaft, lebendig und immer ein bisschen komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint. Wer eine Reise am Tisch beginnt und am Tisch beendet – für den schreibe ich.